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Alzheimer ist ein Mythos! Ein anderes Denken über die Gehirnalterung

Alzheimer ist ein Mythos! Ein anderes Denken über die Gehirnalterung Alzheimer ist etwas ganz anderes, als das, was man gemeinhin darunter versteht. Jahrzehntelang hatte der Neurologe und weltweit anerkannte Wissenschaftler Dr. Peter Whitehouse das – ebenso wie seine Kollegen - ganz anders gesehen.
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Wissenschaftlich unhaltbareres Krankheitsbild

Wie halten wir es mit Alzheimer? 2009 Peter J. Whitehouse und Daniel George veröffentlichen ihr Buch: Mythos Alzheimer. „Die Alzheimer-Krankheit narrt die Forscher, seit sie diese zu heilen versuchen. Mit jedem neuen Wirkstofftest beginnt das gleiche Spiel, zuletzt auf der Jahrestagung der internationalen Alzheimer-Gesellschaft in Paris. Zunächst erscheint eine Substanz Erfolg versprechend; manchmal bessern sich bei den Betrof­fenen tatsächlich einige Laborwerte. Und doch steht am Ende stets die Kapitulation der Mediziner: Wir haben keine wirksamen Medika­mente gegen Alzheimer. Es gibt keine effektive Therapie und erst recht keine Chance auf Heilung. Die Misserfolge und Rückschläge lassen Forscher zunehmend an der molekularen Alzheimerforschung zwei­feln, die seit 25 Jahren als der einzige Schlüssel zum Erfolg gilt (...) Auch Konrad Beyreuther, der 1986 eines der mit Alzheimer assozi­ierten Gene entdeckte, sagt: ,Es gibt keine einzige klinische Studie, die Erfolg gebracht hat. Dabei dachten wir anfangs, wenn wir den mo­lekularen Schurken finden, haben wir die Krankheit im Griff.' Statt­dessen hat die Demenz - und die Angst davor - die Gesellschaft im Griff ( ...) Doch je mehr Menschen die Symptome entwickeln - und ir­gendwann geschieht dies bei jedem, der lange genug lebt - umso drän­gender wird die Frage: Ist die Demenz vielleicht weniger eine Krank­heit als vielmehr die unvermeidbare Folge eines alternden Gehirns? (...) Alzheimer, normalerweise als die häufigste Demenzform verstanden, ist für ihn ein Prozess der Gehirnalterung und eine Begleiterscheinung des Alterungsprozesses. Noch sind das ungewohnte Worte in der Alzheimerforschung, in der es bislang vor allem um Botenstoffe, Proteine, Rezeptoren und sterbende Neuronen ging - stets in der Hoffnung, das Übel eines Tages aus der Welt schaffen zu können. Doch rechnen viele Experten nicht mehr damit, dass es jemals wirksame Medikamente geben wird (...) Bleiben werden grundsätzliche Fragen: Warum definiert man das Al­tern des Gehirns als Krankheit? Weil nur Jungsein der Normalität entspricht? Diese Sichtweise habe, so der Psychiater Whitehouse, zu der Trennung von normal funktionierenden Menschen und Dementen geführt - und zu, einer Gesellschaft, die Menschen mit Gedächtnis Problemen geringschätzig oder gar verachtend begegnet:"

 

Vortrag Prof. Dr. Alexander Kurz, Mitglied im Vorstand der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

  • Menschen mit Demenz werden länger auf sich selbst gestellt in der eigenen Häuslichkeit leben.
  • Die Zahl der Ein-Personen-Haushalte steigt (insbesondere in den urbanen Zentren) – ältere Menschen sind hier überproportional vertreten.
  • Leichtgradige Stadien von Demenz werden in Zukunft überwiegen.
  • Symptome der Depression und Angst sind bei Menschen mit einer leichtgradigen Demenz besonders häufig.
  • Betroffene können auf zahlreiche erhaltene Kompetenzen zurückgreifen.
  • Die informelle, vorrangig familiale Versorgung geht zurück (berufsbedingte Mobilität als ein wesentlicher Grund).

Quelle: Vortrag Prof. Dr. Alexander Kurz, Mitglied im Vorstand der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Technische Universität München, Klinikum rechts der Isar




Rehabilitation und Urlaub für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

Im Schwerpunkt unserer Zeitschrift Alzheimer Info 1/2016 geht es diesmal um das Thema "Rehabilitation und Urlaub für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen".

Vorgestellt werden u.a. verschiedene Kliniken, die sich auf Reha bei Demenz bzw. Reha für pflegende Angehörige von Menschen  mit Demenz spezialisiert haben, sowie Angebote der mobilen und stationären geriatrischen Rehabilitation. Angehörige berichten über ihre Erfahrungen in Reha-Einrichtungen. Örtliche Alzheimer-Gesellschaften stellen Angebote des Betreuten Urlaubs vor und in einem Übersichtsartikel wird erklärt, was nötig ist, damit ein solcher Urlaub gelingen kann.

Im Medizinteil erklärt Prof. Alexander Kurz vom Klinikum Rechts der Isar in München, was es mit der Demenz mit Lewy-Körpern auf sich hat, die im Vergleich zu Alzheimer eher selten vorkommt. Darüber hinaus gibt es Berichte von Tagungen, regionalen Aktivitäten, Literaturtipps und vieles mehr.

Das Alzheimer Info können Sie als Einzelheft für 3 Euro bestellen oder auch für 12 Euro pro Jahr abonnieren unter:

(Weblink: https://shop.deutsche-alzheimer.de/alzheimer_info/36)










19.12.2018
Angehörigenabend




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